Bei der Spendenübergabe: Vorstandsmitglieder mit Landrat Richard Reisinger und Vorstand Klaus Emmerich sowie Ärztlicher Direktor Dr. Klaus Nester.

Der Förderverein hat mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro sechs Visitenwagen für das Krankenhaus ermöglicht. „Dem Förderverein danken wir für die großzügige Spende, ohne die eine Versorgung mit Visitenwägen auf allen Stationen so schnell nicht möglich gewesen wäre“, so Vorstand Klaus Emmerich bei der Spendenübergabe. „Immerhin ist diese Spende die höchste seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 1999. Sie ist zugleich Wertschätzung des Fördervereins für unsere tägliche Arbeit im Dienst am Patienten.“ Fördervereins-Vorsitzender Werner Renner betonte die Einmaligkeit der Spende, die über einen langen Zeitraum aus Beiträgen und Spenden angesammelt worden war.

Die Visitenwagen sind im Prinzip mobile Computer mit Bildschirmen auf Rollen. Die Stromversorgung läuft über Akkus. Ob es sich um die Krankengeschichte, Laborwerte oder Röntgenbilder handelt – die neuen Wagen sind in der Lage, Ärzten und Pflegepersonal die für die Behandlung des Patienten notwendigen Informationen umgehend zur Verfügung zu stellen. „Mit W-LAN kein Problem“, erklärt IT-Projektleiter Martin Plank. Auch externe Partner und Kooperationsärzte könnten an die digitale Akte angebunden werden.

Die mobilen Stationswägen stehen den Ärzten nun bei der täglichen Visite zur Seite und können bei dieser Gelegenheit Patientendaten auch schnell und einfach erfassen oder einsehen, und zwar direkt am Bett des Patienten. „So wird auch das Risiko von Übertragungsfehlern minimiert“, erläutert Ärztlicher Direktor Dr. Klaus Nester. Übers hausinterne Datennetz sind die eingetragenen Daten sofort jeder Pflegefachkraft und jedem Arzt zugänglich.

Bevor aber die neue Technik zum Einsatz kommt, werden alle Mitarbeiter geschult. Dr. Klaus Nester und die Pflegedirektorin Sabine Hirsch berichteten übereinstimmend, dass auf mancher Station, auf der die mobile Patientenakte eingeführt werden soll, zunächst auch Vorbehalte gegenüber der neuen Technik abgebaut werden müssten. „Doch nach gewisser Zeit erkennen die Nutzer die Vorteile“, betont Sabine Hirsch.

Einer dieser Vorteile ist ein komplettes „Patienten-Tagebuch“. Alle Daten sind zentral an einer Stelle zusammengefasst, alles ist dokumentiert von der Dosierung der verabreichten Medikamente, über die Pflegedokumentation bis hin zu durchgeführten und anstehenden Untersuchungen. Und muss dieser Patient nach einer Weile doch wieder ins Krankenhaus zurückkehren, dann hilft die digitale Akte ein weiteres Mal: Schnell kann hier eingesehen werden, welche Diagnosen, Allergien, Medikamente oder Therapien schon vorausgegangen waren.

Der Förderverein investiert 50.000 Euro in neue Visitenwägen